DIY müllfrei Nachhaltigkeit

Hochbeet – Gemüse anbauen im eigenen Garten

Nach dem Gartenprojekt ist vor dem Gartenprojekt //

Endlich hab ich meinen Mann dazu gekriegt, ein Hochbeet für uns zu bauen! Nach unserem Terrassenprojekt hatte er eigentlich keine Lust mehr, den Bohrer nochmal in die Hand zu nehmen. Aber ich konnte ihm plausibel erklären, dass es so gaaaaaar keinen Sinn macht, die übrig gebliebenen, guten Lärchenholz-Latten nicht zu nutzen. Außerdem können wir mit selbst angebautem Gemüse auch Verpackung sparen, im Supermarkt gibt’s ja viel Gemüse nur noch in Plastik. So waren wir ratzenfatz schon wieder am werkeln. Ein paar Sachen mussten wir noch besorgen. Zum Beispiel Teichfolie (leider Plastik), mit der der Holzkasten von innen vor der feuchten Erde geschützt werden muss, und rostfreie Holzschrauben. Den Hasendraht, damit von unten keine Wühlmäuse reinkrabbeln und sich das Gemüse klauen, und Unkrautflies hatten wir noch im Keller.

Hier eine Liste was wir alles benutzt haben:

Hochbeet Kasten (die Anzahl der Latten und Längen könnt ihr individuell bestimmen)

- 6 Pfahlschuhe
- 6 Kanthölzer 
- 6 Lärchen Latten á 2m
- 6 Lärchen Latten á 60cm
- rostfreie Holzschrauben
- Hasendraht
- Unkrautflies
- Teichfolie (soviel, dass einmal innen rundherum der Rand ausgemantelt wird; der Boden bleibt offen!)
Füllmaterial 

Schicht 1: Rückschnitt von Sträuchern und/oder Gras, Äste, Laub und/oder Grasnarbe
Schicht 2: diverse Erde die ihr in eurem Garten findet, unreifer und grober Kompost, Stroh
Schicht 3: Humusschicht aus feinem Kompost und guter Gemüseerde/Mutterboden
Bau des Hochbeet Kastens //

Ein Hochbeet zu bauen ist zwar nicht schwer, trotzdem sollte man am besten zu zweit ans Werk gehen. Vor allem wenn das Holz ein bisschen verzogen ist, wie bei uns. Auf jeden Fall empfehlen wir euch, mit Klemmen alles fest zu zurren. Ein guter Akkubohrer/ -schrauber erleichtert die Arbeit auch ungemein. Wenn ihr euch einen zweiten ausleihen könnt, dann habt ihr den Vorteil, nicht ständig zwischen Bohr- und Schraubaufsatz hin und her wechseln zu müssen (das haben wir übrigens beim Terrasenbau auch so gemacht). Als Abstandhalter zwischen den Latten haben wir die Gummiunterleger, die vom Terrasenprojekt übrig waren benutzt. Den Hasendraht und die Teichfolie macht ihr mit einem Stapler/Tacker fest. Mit der Teichfolie aber nicht den Boden bedecken, das Hochbeet muss nach unten drainieren können. Das Unkrautvlies einfach auf den Hasendraht legen.

 

Befüllen des Hochbeets in Schichten //

Ihr befüllt dann in den Schichten wie oben beschrieben. Fangt mit trockenen Ästen oder Grünschnitt aus dem Garten an. Die dicke der Schichten müssen in etwa alle gleich dick sein. Das richtet ihr einfach an der individuellen Höhe eures Hochbeetes aus. Unseres ist nur 60 cm hoch, deshalb sind die einzelnen Schichten nicht so dick. Achtet auf gute Bioerde und Biokompost als oberste Schicht. Außerdem bitte die Gemüsepflanzen nicht gleich einsetzen. Lasst die Erde ein paar Tage setzen und füllt dann erst nochmal auf.

Pflazt am besten gute Biosetzlinge oder Biosamen ein. Bitte ensprechend viel Platz lassen, die wachsen noch ordentlich. Ludwig hat die ganze Zeit aufgepasst, dass wir ja alles richtig machen. Verrückter Hund, er will immer alles ganz genau wissen und ist dann auch gleich erstmal ins Hochbeet gesprungen. Dovon konnte ich aber so schnell leider kein Foto machen. Übrigens habe ich mir Tipps zum Hochbeetbau von meiner lieben Freundin Sonja geholt, die den tollen Gartenblog ich seh grün hat. Schaut dort unbedingt mal vorbei!

  1. Hallo du liebe, wieso habt ihr eigentlich Unkrautvlies verwendet? Dann kommen doch die nützlichen Regenwürmer und andere kleine Nützlinge nicht mehr durch, oder?

    • Liebe Gabi, da hast du absolut recht! Eigentlich wäre es besser kein Unkrautvlies zu benutzen. Wir mussten hier aber leider einen Kompromiss machen, weil wir unglaublich viel Girsch in der Umgebung haben. Aber wenn ich das nächste Mal im Garten grabe, versetzte ich ein paar Regenwürmer ins Hochbeet. Davon, und von anderen Nützlingen, haben wir tatsächlich reichlich, weil wir natürlich kein Gift spritzen. Im Gegenteil, wir teilen unser Grünzeug gern mit Raupen und Käfern 🙂 Viele Grüße

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